Abtei Venio OSB

von der Verklärung des Herrn
 

Die letzten Ausstellungen im Saal

In unserem Saal gibt es wechselnde Kunstausstellungen. Der Besuch ist nur nach telefonischer Absprache möglich (Tel.: 089 - 17 95 986), zurzeit auch nur zu den geltenden Bestimmungen zum Infektionsschutz (Covid-19).

Vom 8. Oktober 2021 bis zum 21. Januar 2022:

Geerdete Augenblicke
Malerei, Radierungen und Collagen von Maria Wagner

Ab 10. Oktober 2021 Besuch der Ausstellung nach vorheriger telefonischer Anmeldung (089-1795986).

Zusätzliche geführte Öffnungen:
Samstag, 4.12.2021, 14 Uhr (wegen der aktuellen Pandemie-Lage von Frau Wagner abgesagt)
Samstag, 15.1.2022, 14 Uhr - Finissage
Nur mit Anmeldung unter 08106-8617 oder 01525-4576567.
Coronabedingt sind jeweils nur 20 Personen zugelassen.

Bis Ende September 2021 war zu besichtigen:

QUARANTA oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks
Ölskizzen von Martin Gensbaur

Um das Besondere dieser Ausstellung zu verstehen, muss man den Zeitraum genauer betrachten, in dem die Bilder gemalt wurden. Nichts blieb 2020 so, wie gewohnt. Viele Vorhaben, manche Perspektive haben sich, allein schon wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, verändert. Vierzig Ölskizzen spiegeln ein außergewöhnliches Jahr. Sie sind im Saal der Abtei Venio in chronologischer Folge in Leserichtung ausgestellt, gerahmt von zwei Bildern vor der Pandemie an den beiden Säulen und begleitet von zwei Arbeiten größeren Formats in der Mitte der Hauptwand.

  

Konkrete Hinweise auf die Pandemie sucht man in den Bildern vergeblich. Es gibt keinen "running gag", keine versteckten Narrative, auch wenn abgestellte Anhänger, in Plastikplanen gehüllte Segelschiffe oder leergefegte Baustellen in Gewerbegebieten sowie die Abwesenheit des Menschen als inhaltliche Anspielungen auf die Ausgangsbeschränkungen verstanden werden können.

Und doch spiegelt sich in ihnen ein Jahr im Ausnahmezustand der gesellschaftlichen "Quarantäne". So lautet auch der Beitrag des Journalisten und Philosophen Alois Kramer, der dieses Phänomen historisch beschreibt, zu der Publikation DAS KUNSTFENSTER Nr.7. Der Kunsthistoriker Thomas Raff setzt sich in seinem Text mit der Zahl 40, "Quaranta" auseinander und der Schriftsteller Sebastian Goy nimmt den Untertitel der Serie zum Anlass einen "nicht ganz flüchtigen" Text zu verfassen. Wer Zeit hat, sollte unser begleitendes Heft in der Ausstellung lesen. Eine ungewöhnliche Kombination von Texten und Bildern, ungewohnt wie das ganze Jahr 2020.

Martin Gensbaur


Bis Ende Mai 2021 war zu besichtigen:

Bilder und Exponate von MARIA ELISABETH STAPP (1908-1995)

Die Künstlerin war Gründungsmitglied unserer Gemeinschaft. In dieser Frühzeit, als sie das Leben des jungen Venio teilte (1924-1940), konnte sie stark gestaltend mitwirken. Nach dem Krieg war ihr Lebensschwerpunkt überwiegend in Mooshausen.

Ihr 25. Todestag ist uns Anlass, einige Exponate von Maria Elisabeth Stapp zu zeigen. Ausgestellt sind u.a. Dokumente, Fotos, Bilder, Keramik-, Bronze- und Holzplastiken, vor allem aus der frühen Zeit, sowie einige Modelle der Plastiken, die sie im süd-deutschen Raum geschaffen hat.

Ein Heft mit der Würdigung ihres Lebens und Werks mit Schwerpunkt auf der Zeit bis 1940 ist bei uns erhältlich.

Zur Vernissage hielt Frau Prof. Dr. Barbara Gerl-Falkovitz, die sie noch persönlich kannte, einen sehr eindringlichen Vortrag. Gekommen waren u.a. einige der Leihgebenden aus der Familie und dem Freundeskreis.


Ein Großteil ihres Schaffens sind Marienfiguren. Im Hintergrund von Prof. Dr. Hans Maier: Maria, Jungfrau Israels und Mutter der Kirche.

Eine Dokumentation der Eröffnung und der Exponate finden Sie auf der Website von Mooshausen.